Sonntag, 1. November 2009

NACHDENK-CORNER 4

Ein bekannter sunnitischer Theologe, Hassan Khalil hat den Eheleuten mit einem Fatwah (islamisches Rechtsgutachten) verboten, Sex nackt zu praktizieren. Die Nacktheit während des Geschlechtsaktes würde die Ehe ungültig machen. Einer seiner Kollegen versuchte den Eheleuten Erleichterung zu schaffen: man könne zwar nackt kopulieren, doch man dürfe dabei die Geschlechtsorgane nicht anschauen. (Neue Zürcher Zeitung, 16. Januar 2006, S.19) Also zwar nackt, aber mit verbundenen Augen! Doch diese weisen islamischen Häupter sind nicht die einzige Wehrmacht geschlechtlicher Reinmache. Das „Mönchshemd“, das früher von katholischen Moraltheologen beim – ach so schändlichen aber leider unumgänglichen – Geschlechtsakt propagiert wurde, war ein bis zu den Knöcheln reichendes Gewand, mit einem kleinen Loch in der Schamgegend. Die Stilisten des Vatikans haben eine Art Burka für den menschlichen Unterleib kreiert.
Kommentar: mögen doch diese Theologen bei ihren jeweiligen Göttern nachfragen, warum ihnen bei der Schöpfung die Sexualität des Menschen so missraten ist, dass sie durch ihre Diener erfinderisch nachgebessert werden muss.

Kommentare:

  1. Die Frage ist ja auch, weshalb man sich solche Gedanken und Überlegungen überhaupt macht. Als hätten wir nicht wichtigere Probleme zu lösen als ein bisschen nackte Haut. Es geht doch im Leben um Liebe und Glück. Klar braucht es Gesetze, aber irgendwo muss der Mensch selber entscheiden können was ihm gefällt und was nicht. Der Dalai Lama sagt: "Aus Religionen werden oft Ideologien gemacht um seine Gegner zu bekämpfen und die eigene Identität zu stärken." So manche Gesellschaft wird mit Angstmacherei unter Kontrolle gehalten.
    Gruss vom Göttibub, enzo

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  2. Das Bemühen der Religionsführer, durch Vorschriften das tägliche Leben zu manipulieren und das Gewissen der Gläubigen zu beeinflussen ist eine verstecke Form von Machtanspruch.

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